Psychotherapie in Gruppensetting
Die Gruppentherapie hat besondere Vorteile gegenüber der Einzeltherapie:
- Patienten profitieren von Unterstützung und Austausch mit anderen
- Patienten erleben, dass sie nicht alleine sind mit eigenen Problemen und können von Erfahrungen anderer lernen
- Das Selbstwertgefühl steigt durch die Unterstützung der Gruppe und positiven Rückmeldungen anderer Patienten
- Patienten können von verschiedenen Perspektiven und Rückmeldungen profitieren
- Es kann motivierend sein, wenn man sieht, dass andere ähnliche Herausforderungen haben
- Lernen, in sozialen Situationen zurechtzukommen findet statt. Auch Konfrontationen bei sozialer Phobie finden statt.
- Feedback von anderen Patienten und Austausch mit anderen Patienten, die ähnliche Beschwerdebilder haben.
- Erweiterung des Problemlösungsspektrums durch unterschiedliche Herangehensweisen.
- Gefühl der Zugehörigkeit zur Gruppe und Erfahrung, mit den Problemen nicht alleine zu sein.
- Akzeptanz und Verständnis von anderen Teilnehmern sowie Unterstützung und Möglichkeit, selbst Unterstützung zu geben.
- Vermittlung von Hoffnung, dass die psychischen Probleme bewältigt werden können.
Folgende Themen sind vorgesehen: Stress und Umgang damit, Abgrenzung mit Übung im Rollenspiel, Umgang mit Konflikten, Perspektivenwechsel und kognitive Umstrukturierung, Erhöhung des Selbstwertgefühls, Umgang mit Angst.
In Kliniken hat sich das als erfolgreich erwiesen. Die Kassenärztliche Vereinigung ermöglicht eine Grundversorgung Gruppentherapie mit maximal 4 Sitzungen pro Krankheitsfall und zusätzlich 3 Gruppenterminen als probatorische Sitzungen. Das ist gedacht als Überbrückung bis zu einem Platz für Einzeltherapie.
Die Gruppentherapie kann jederzeit beantragt werden als 12 oder 24 oder auch 60 bis 80 Gruppensitzungen. Auch Kombinationsbehandlung: Gruppentherapie mit Einzeltherapie können stattfinden. Aktuell finden mehrheitlich Kombinationsbehandlungen (Einzel- und Gruppentherapie) mit überwiegend Gruppentherapie statt.
Dazu kommen 3 Sprechstunden und bis zu vier probatorischen Sitzungen. Die Termine für Gruppentherapie sind fix. Kann ein Termin nicht wahrgenommen werden, so muss dieser innerhalb 24 Stunden abgesagt werden, damit andere Patienten eine Chance erhalten, diesen zu bekommen.
Bei Vorliegen einer gesetzlichen Krankenversicherung werden die Kosten in vollem Umfang von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen.
Bei Vorliegen einer privaten Krankenversicherung werden ebenso Kosten übernommen abhängig vom jeweiligen Vertrag.
